Aktuelles und Wissenswertes

Zeckenalarm!

Kaum ist der Winter vorüber, kommen die lästigen Blutsauger wieder zum Vorschein. Gerade im Frühjahr lauern die Parasiten im Wald, in Sträuchern und Wiesen. Tiere sind genauso gefährdet wie Menschen. Durch das Fell der Vierbeiner ist es oftmals schwer, eine Zecke zu bemerken. Daher sollten Sie Ihren Hund oder Ihre Katze nach jedem Spaziergang in der freien Natur untersuchen, ob sich eventuell eine Zecke eingenistet hat. Das Zeckenproblem kann auch in Ihre Wohnung getragen werden, denn eine noch nicht festgesogene Zecke kann ihren Wirt noch wechseln, beispielsweise von Ihrem Hund zu Ihnen!

Durch den Stich kann die Zecke Krankheitserreger übertragen, unter anderem das FSME-Virus, den Erreger der Frühsommer-Meningoencephalitis. Dabei handelt es sich um eine unter Umständen lebensbedrohliche, schwer zu therapierende Hirnhautentzündung. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME Impfung allen, die in einem Risikogebiet leben oder dorthin reisen und Zecken ausgesetzt sind. Auch wer beruflich gefährdet ist wie Forstarbeiter, Jäger oder Landwirte, sollten sich impfen lassen. Für Haustiere gibt es eine solche Impfung in Deutschland nicht.
 
Auch die Erreger der Borreliose können durch den Zeckenbiss auf Ihr Haustier übertragen werden.

Die Erkrankung wurde 1975 beim Menschen und Mitte der 80er Jahre auch bei Haustieren beschrieben. In Deutschland sind durchschnittlich 10% der Ixodeszecken, regional sogar über 30%, mit Borrelien infiziert. Die Erreger befinden sich in Darm und Speicheldrüsen der Zecken und werden während des Saugaktes durch den Speichel der Zecke auf den Wirt übertragen.

Die Speichelsekretion und damit die Ausscheidung von pathogenen Erregern beginnen frühestens zwei Stunden nach dem Ansaugen der Zecke und erreichen ihren Höhepunkt nach 72 Stunden. Daher lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung durch frühzeitiges Entfernen der Zecke mindern.
Die Symptome der Lyme Borreliose sind vielfältig. Beim Hund stehen nach anfänglichen Symptomen wie Mattigkeit und Fieber vor allem Lahmheit und als Spätfolgen Gelenkbeschwerden im Vordergrund.

Rechtzeitig erkannt, kann die Borreliose durch Antibiotikagabe erfolgreich behandelt werden.
Auch für Haustiere gibt es die Möglichkeit einer Impfung zum Schutz vor Borreliose. Wir beraten Sie gern, ob eine solche Maßnahme für ihr Haustier sinnvoll ist.

Um diese durch Zeckenbiss übertragenen Infektionen zu verhindern, sollten sie einem Zeckenbefall rechtzeitig vorbeugen. Hierzu stehen verschiedene Repelentien in Form von Spot-on Präparaten oder Sprays zur Verfügung. Innerhalb der ersten 24 Stunden werden die meisten Zecken abgetötet, nach 36 h bis 48 h fast 100%. Erfreulicherweise bekämpfen solche Präparate auch gleichzeitig den lästigen Flohbefall!

Das Igel Porträt

Igel gehören zu einer der ältesten Säugetiergruppen, den Insektenfressern. Sie sind nachtaktive Einzelgänger, die häufig längere Zeit ein Revier bewohnen. Tagsüber verstecken sie  sich unter Sträuchern oder in Laubhaufen, in der Dämmerung gehen sie auf Futtersuche.

Dabei helfen die gut ausgebildeten Riech- und Hörorgane. Beutetiere können aus mehreren Metern Entfernung lokalisiert werden. Als Hauptnahrung dienen Insekten, Würmer, Schnecken und andere Kleintiere.

Igel fühlen sich in Landschaften mit Hecken und Feldgehölzen sowie an Waldrändern, auf Brachflächen und in lichten Mischwäldern wohl. Und sie scheuen auch menschliche Umgebung nicht. So läuft einem auch im Garten, auf Streuobstwiesen oder in Parks öfter mal ein Igel über den Weg.

Droht Gefahr, rollt sich das Tier zusammen und streckt dem Angreifer seine mehr als 5.000 Stacheln entgegen. Leider hilft das nicht gegen herannahende Autos, und so fallen jedes Jahr über 500.000 Igel dem Straßenverkehr zum Opfer. Auch finden Igel immer weniger Rückzugsmöglichkeiten – vor allem für den Winterschlaf. Grund genug dem kleinen Stacheltier im Garten eine Bleibe auch  für den Winter anzubieten.

Der Igel-freundliche Garten

Ein naturnaher Garten mit heimischen Gehölzen, Stauden und Wildkräutern bietet in der Regel alles, was ein Igel über das ganze Jahr hinweg braucht. Igel durchstreifen große Gebiete auf der Suche nach Nahrung. Durchschlüpfe in Zäunen, Hecken oder Mauern erleichtern ihnen die Futtersuche. Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, denn diese töten Insekten, die der Igel als Nahrung braucht. Es sollten  viele einheimische Pflanzen kultiviert werden, denn sie bilden auch die Lebensgrundlage für vielerlei einheimische Insekten, die Vögeln und Igeln als Nahrung dienen. Auch im Sommer verstecken sich Igel tagsüber in Unterschlüpfen wie dichten Hecken, Gebüsch, Reisig-, Laub- und Komposthaufen, Holzstapeln oder sonstigen Hohlräumen. Ein kleiner Gartenteich mit flach auslaufendem Uferbereich oder Wasserschalen können in trockenen Sommern Igel vor dem Verdursten bewahren. Stehen keine naturnahen Unterschlupfmöglichkeiten zur Verfügung, ziehen Igel auch in Igelhäuser ein, die man selber bauen oder in Zoohandlungen und Gartencentern kaufen kann.

Winterschlaf

Im Herbst werden die bestehenden Nester für die Winterruhe mit Pflanzenmaterial zusätzlich isoliert. Das angefressene Fettpolster dient als Energievorrat, mit welchem Igel – dank der auf ein Minimum herabgesetzten Körperfunktionen – bis zu einem halben Jahr ohne Futter auskommen können. Sie verlieren dabei bis zu einem Drittel ihres Körpergewichtes. Im Winterschlaf ist die Herz- und Atemtätigkeit und die Körpertemperatur rund 10 mal kleiner als normal: ihr Herz schlägt statt normal 200 mal nur noch etwa 20 mal pro Minute, die Atemzüge verringern sich von etwa 40 Zügen auf 4 Züge pro Minute und die Körpertemperatur sinkt von etwa 35 Grad auf 3 bis 5 Grad ab.

Igeln durch den Winter helfen

Für den Winterschlaf braucht der Igel ein frostfreies Versteck. Dafür eigenen sich Kompost-, Laub- und Reisighaufen oder Holzstapel.

Die rechtzeitige Einrichtung einer Futterstelle bietet eine gute Hilfe. Für den Futterteller eignen sich z.B. Hundefeuchtfutter, mit Igeltrockenfutter vermischtes Katzendosenfutter oder ungewürztes Rührei. Zusätzlich sollte Wasser, auf keinen Fall Milch, bereitgestellt werden.
Wenn es friert oder schneit soll man die Zufütterung beenden, um die Igel nicht zu lange wach zu halten. Denn Nahrungsmangel ist ein wichtiger Auslöser für den Winterschlaf.

Wenn möglich, keine Igel im Haus überwintern lassen. Der Rhythmus ihres Winterschlafs wird dann gestört, was für sie große Risiken birgt. Eine Ausnahme ist ein Igel, der selbst bei anhaltendem Bodenfrost oder Schnee noch nicht in Winterschlaf gefallen ist. Dann ist er wahrscheinlich durch Krankheit oder Untergewicht zu schwach für den Winterschlaf.

Wenn alles gut geht, wachen die kleinen Gäste je nach Witterung im März oder April aus dem Winterschlaf auf, sobald die Temperatur im Nest auf über 15 Grad steigt. Dann suchen sie sich ein Revier und machen sich auf die Futtersuche. Denn im Winter haben sie mitunter 1/3 ihres Körpergewichtes verloren.

Beim Landkreis Northeim - Fachdienst Naturschutz - ist ein Faltblatt zu diesem Thema erhältlich. Informationen sind außerdem auch telefonisch unter 05551 / 708-137 zu erhalten.

Kennzeichnung - Chippen, registrieren, wiederfinden

Das Tätowieren im Ohr oder an der Schenkelinnenseite gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Die moderne Tiermedizin bietet ein  zuverlässiges Kennzeichnungssystem, dass nach einem internationalen Standard arbeitet und auch jenseits der Landesgrenzen eine sichere  Identifizierung erlaubt. Das „Chippen“. Nach dem zum 01.07.2011 novellierten Hundehaltungsgesetz (NHundG) ist das Chippen jetzt auch Pflicht. Dabei wird den Tieren ein so genannter Transponder unter die Haut injiziert, der aus einem Mikrochip in einer bruchsicheren Glashülse besteht. Der darin enthaltene Datenträger ist mit einer weltweit nur einmal vergebenen Codenummer programmiert, die mit einem speziellen Lesegerät sichtbar gemacht werden kann. Der Transponder kann ohne Narkose schon im Welpenalter implantiert werden. Er ist gewebeverträglich und für das Tier nicht spürbar. Eine Verankerungshülse verhindert, dass das Implantat unter der Haut wandert. Die Chipimplantation ist eine minimalinvasive und stressfreie dazu noch einfache Methode zur Kennzeichnung von Hunden und Katzen. Mit der Implantation des Chips allein ist es aber noch nicht getan.

Die Chip-Nummer muss im Niedersächsischen Haustierregister gemeldet werden. Dies geschieht am einfachsten unter www.haustierregister-nds.de. Da auf dieses staatliche Register im Verlustfall  ihres Tieres nicht ohne weiteres zugegriffen werden kann, ist es ratsam, die Nummer, samt aller Daten ihres Lieblings zusätzlich bei einem der privaten, gemeinnützigen Register zu hinterlegen. Wir empfehlen ihnen z.B. Tasso e.V.. Online unter www.tasso. de  einfach zu erreichen. Wie wir oft genug erlebt haben, funktioniert  die Identifizierung von Findlingen, die bei Tasso registriert sind ganz  hervorragend.